Wie Kinder lernen – sinnvolle Unterstützung kindlicher Prozesse

Veröffentlicht am 13.07.2008 in Kreisverband
Die Expertin Nina Kölsch-Bunzen von der Hochschule Esslingen.
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Die Delegierten des Kreisverbandes Ludwigsburg kamen am 05. Juli 2008 in Hemmingen zu einer Kreisdelegiertenkonferenz zusammen. Nach einem informativen Impulsreferat durch die Hochschulprofessorin Nina Kölsch-Bunzen aus Esslingen diskutierten die SPD-Mitglieder mit der Expertin über einen Antrag des Kreisvorstandes zur frühkindlichen Bildung.

Der Kreisvorsitzende Wolfgang Stehmer, MdL begrüßte die rund neunzig Anwesenden zur Kreisdelegiertenkonferenz in Hemmingen und forderte direkt zu Beginn der Veranstaltung eine „umfassende Bildungsreform in Baden-Württemberg“.
In seinem Grußwort hieß der Hemminger Bürgermeister Nafz die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten herzlich willkommen. Er gab einen kurzen Überblick über die Gemeinde Hemmingen und deren wirtschaftliche und soziale Entwicklung.
Anschließend begann die Professorin an der Fachhochschule Esslingen Nina Kölsch-Bunzen ihr Impulsreferat. In ihrem interessanten Vortrag erklärte sie den anwesenden SPD-Mitgliedern die wissenschaftliche Sicht von unterschiedlichen Lernprozessen, die Kinder durchlaufen. So definierte sie das Lernen als „eine Verhaltensänderung“ des Kindes. Diese Verhaltensänderung muss stets sinnvoll sein für das Kind, so dass dieses das Lernen als etwas Positives erkennen kann. Grundsätzlich unterscheide sich das kindliche Lernen nicht vollständig vom Denken und Lernen Erwachsener. Größter Unterschied hierbei sei der „Mangel an Wissen“, den Kinder noch nicht aufweisen können. Gewisse „Grundideen“ sind allerdings schon bei Kleinkindern erkennbar, so verfügen diese bereits im frühen Säuglingsalter über Ideen von physikalischen und biologischen Konzepten sowie über psychologische Ansätze. Auch Zahlenkonzepte und sprachliche Ansätze sind bereits bei Kleinkindern zu erkennen.
Die Elementarpädagogik ist demnach gefordert, diese vorhandenen Ansätze bei den Kindern anzunehmen und auszubauen. Es müssen praktische Erfahrungen schon sehr bald in den Lernprozess eingebracht werden.
Als sozialdemokratischen Themenschwerpunkt müsse sich die SPD ganz besonders für eine gute und erfolgreiche Bildung von Kindern aus allen Bereichen der Gesellschaft einsetzen.
Zu Beginn der anschließenden Diskussion dankte Christine Rudolf, MdL zunächst Nina Kölsch-Bunzen für die Einführung ins Thema, bevor sie den Antrag des Kreisvorstandes vorstellte. So sollen Erzieherinnen und Erzieher auf die veränderten Anforderungen im Bildungsbereich besser qualifiziert werden. So sollen beispielsweise Erzieherinnen und Erzieher durch ein Hochschulstudium in Zukunft besser ausgebildet werden. So wird sichergestellt, dass der wissenschaftliche Aspekt des Lernens einen höheren Stellenwert innerhalb der Ausbildung genießt. Darüber hinaus sollen zusätzliche Hilfestellungen für Eltern und Kinder auf- und ausgebaut werden. Familienzentren müssen gefördert werden. Die Sprachförderung muss deutlich aufgewertet werden. Dazu ist es unerlässlich, dass die Gebühren für den Besuch des Kindergartens abgeschafft werden. Der Bildungserfolg der Kinder darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen!
Die Delegierten des SPD-Kreisverbandes Ludwigsburg stimmten einstimmig für den Antrag. Der genaue Wortlaut des beschlossenen Antrages ist hier abrufbar.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Wahl des Kandidaten des Kreisverbandes für die Europawahl im Jahr 2009. So wird der Ditzinger Ortsvereinsvorsitzende und Rechtsanwalt Macit Karaahmetoglu für den Kreisverband Ludwigsburg ins Rennen um einen Sitz im Europaparlament gehen. Die anwesenden Delegierten stimmten einstimmig für den Kandidaten.

 

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